Psychoonkologie
Eine Krebsdiagnose stellt oft einen tiefgreifenden Einschnitt im Leben dar. Von einem Moment auf den anderen kann sich vieles verändern: der Alltag, die Zukunftsplanung, das Selbstbild und die Beziehungen zu anderen Menschen. Viele Betroffene erleben in dieser Zeit eine Vielzahl intensiver Gefühle wie Angst, Erschöpfung, Traurigkeit, Hilflosigkeit oder Unsicherheit. Auch nach Abschluss der medizinischen Behandlung können Sorgen vor einem Rückfall, körperliche Veränderungen oder Anpassungsschwierigkeiten an den neuen Alltag belasten.
Diese Reaktionen sind natürliche und verständliche Antworten auf eine außergewöhnliche Lebenssituation. Gleichzeitig können sie das seelische Gleichgewicht vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigen. Eine psychotherapeutische Begleitung kann in dieser Phase unterstützen, die Krankheit und ihre Folgen besser zu verarbeiten, innere Stabilität zurückzugewinnen und den eigenen Lebensweg neu zu gestalten.
Im Mittelpunkt steht, Raum für Gefühle, Gedanken und Erfahrungen zu schaffen, ohne Druck und ohne Bewertung. Ziel ist es, Wege zu finden, mit Belastungen umzugehen, Ressourcen zu aktivieren und Lebensqualität und Zuversicht zu stärken.
Psychoonkologie
Psychotherapeutische Begleitung bei Krebserkrankungen
Die Therapie unterstützt dabei, die emotionale Bewältigung der Erkrankung zu fördern und wieder mehr innere Sicherheit zu finden. In einem geschützten Rahmen können Ängste, Sorgen, Trauer und Unsicherheiten offen angesprochen und gemeinsam reflektiert werden.
Zentrale Inhalte sind die Entwicklung individueller Strategien im Umgang mit Unsicherheit, Erschöpfung und veränderten Lebensbedingungen, kognitive Verhaltenstherapie zur Veränderung belastender Gedanken, Achtsamkeits- und Entspannungsübungen zur Förderung von Ruhe, Selbstmitgefühl und Präsenz, die Aktivierung persönlicher Stärken, Werte und Ressourcen zur Stärkung von Zuversicht und Selbstfürsorge sowie der Austausch und die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe, wodurch Verständnis, Gemeinschaft und geteiltes Erfahrungswissen erlebt werden können.
Ziel ist es, trotz der Erkrankung wieder mehr Gestaltungsspielraum, Lebensfreude und innere Balance zu gewinnen.
Behandlungsrahmen
Format: Wöchentliche Gruppensitzungen mit anderen Betroffenen, auf Wunsch zusätzlich Einzeltherapie-Sitzungen
Dauer: Kurzzeit- oder Langzeittherapie, je nach individuellem Bedarf und Behandlungsziel
