Erste Schritte in die Psychotherapie
Das allererste Gespräch in der psychotherapeutischen Praxis ist eine Sprechstunde. Danach folgt die Probatorik. Erst dann beginnt gegenenfalls die Psychotherapie.

Sprechstunde
Die psychotherapeutische Sprechstunde ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg zur passenden Unterstützung. Sie bietet Ihnen die Möglichkeit, in einem persönlichen Gespräch gemeinsam zu klären:
Besteht ein psychotherapeutischer Behandlungsbedarf?
Wenn ja, welche Verdachtsdiagnose könnte gestellt werden?
Welche Art der Behandlung ist sinnvoll?
In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit für Ihr Anliegen. Gemeinsam besprechen wir Ihre aktuelle Situation, Ihre Symptome und Fragen. Ziel ist es, eine erste fachliche Einschätzung zu geben, ob und welche psychische Erkrankung vorliegen könnte und welche Behandlungsmöglichkeiten geeignet erscheinen.
Dabei erhalten Sie eine Empfehlung, welche Form der Psychotherapie für Sie hilfreich sein könnte – beispielsweise Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder ein anderes Verfahren. Auch prüfen wir, ob eine ambulante Psychotherapie, wie sie in unserer Praxis angeboten wird, für Sie der richtige Weg sein könnte – oder ob andere Unterstützungsangebote, wie etwa eine stationäre Behandlung, medikamentöse Begleitung oder ergänzende Hilfen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung in Betracht gezogen werden sollten.
Die Sprechstunde dient somit als erste Orientierung und Grundlage für die nächsten Schritte – ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Wie geht es weiter?

Probatorik
Die probatorischen Sitzungen sind ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf eine Psychotherapie. Sie dienen dazu, sich gegenseitig kennenzulernen und zu prüfen, ob die "Chemie" stimmt – denn eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.
In diesen ersten Sitzungen nehmen wir uns Zeit, um:
- zu klären, ob eine Zusammenarbeit für beide Seiten stimmig ist
- Vertrauen aufzubauen und eine erste therapeutische Beziehung entstehen zu lassen
- Ihre persönliche Lebensgeschichte, aktuelle Belastungen und Symptome zu besprechen
- die diagnostische Einschätzung zu vertiefen und zu überprüfen
- gemeinsam Therapieziele zu formulieren und ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln
Während dieser Phase werden auch alle notwendigen Anträge und Formalitäten für die Beantragung einer Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse vorbereitet.
In der Regel sind zwei bis vier probatorische Sitzungen vorgesehen, um eine fundierte Grundlage für die weitere Therapie zu schaffen.
Die probatorischen Sitzungen legen somit den Grundstein für Ihre individuelle Psychotherapie. Sie helfen uns, ein gemeinsames Verständnis Ihrer Situation zu entwickeln und die passende therapeutische Begleitung für Ihren Weg zu gestalten.
Was passiert in einer Verhaltenstherapie?
